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WM-Qualifikation: Start mit Schlüsselspiel 0

Zugegeben, die Begrifflichkeit Schlüsselspiel ist im Sport etwas abgegriffen. Gerade die WM-Quali-Auftaktpartie gegen Dänemark am Dienstag um 15 Uhr ist aber nun einmal so ein Schlüsseldings. Findet Soutters Team den passenden Türöffner, ist das WM-Ticket fast gebucht – bleibt die Bude verschlossen, muss in den Folgetagen mit größerem Werkzeug agiert werden.

 

Die Ausgangslage: Alles andere als problemlos verlief die Vorbereitung auf das WM-Qualifikationsturnier. Seit der so erfolgreichen WM 2012 und dem vierten Platz bei der Endrunde gab es gerade mal ein Trainingslager in Tschechien mit Trainingsspielen gegen Vereinsteams. Andere Maßnahmen mussten abgesagt werden, da sich keine Ausrichter fanden oder die Spieler wegen zu hoher Belastungen absagten. Grundlegend fehlt der Mannschaft ein Teammanager, der sich um die organisatorischen Belange kümmert – alle internen und externen Aufrufe blieben bislang erfolglos (Interessenten melden sich bitte formlos bei Sportdirektor Moritz Moersch m.moersch@floorball.de), so dass in Nijmegen Vize-Präsidentin Elke Scholz einspringt, um dem Trainerteam einige Aufgaben abzunehmen.

 

Die Gruppenkonstellation: Tschechien ist der klare Gruppenfavorit. Dahinter prügeln sich Dänemark und Deutschland um Platz zwei (siehe Schlüsselspiel), der für die direkte Qualifikation für die WM-Endrunde berechtigt. Die übrigen drei Gruppengegner Österreich, Niederlande und Großbritannien könnten zu bösen Stolpersteinen werden, müssen sie aber nicht.

 

WM-Tickets: Die beiden Gruppenersten qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde in Schweden. Der Gruppendritte darf nur dann im Dezember nach Göteborg, wenn er zu den beiden besten Gruppendritten der vier europäischen Qualifikationsgruppen zählt (Übersicht zu den WM-Qualifikationsgruppen: www.floorball.org).

 

Der deutsche Kader: Bundestrainer Philippe Soutter musste mit einigen Absagen leben. Unter anderem haben die beiden in Schweden spielenden Säulen des Teams Fredrik und Kristian Holtz abgesagt, da ihnen die finanziellen Belastungen zu hoch sind. Aus diesem nicht wegzudiskutierenden Grund fehlen noch einige Auswahlspieler, die die Kosten für Anreise, Unterbringung und  Versorgung nicht aufbringen können. Hinzu kommen verletzungsbedingte Absagen. Dennoch ist der deutsche Kader konkurrenzfähig: An die Seite von Stammkräften wie den Mucha-Brüdern, Joel Gysin oder Philipp Hühler rücken nun zahlreiche junge Bundesliga-Talente wie die Kauferinger Crew Tino von Pritzbuer und Maximilian Falkenberger oder Felix Irrgang von Floor Fighters Chemnitz. Ergänzung: In letzter Sekunde rückt auch noch Torben Kleinhans vom Zweitligisten TV Eiche Horn Bremen nach, der Pascal Schlevoigt vom UHC Sparkasse Weißenfels (gesundheitliche und finanzielle Gründe) ersetzt.

 

Das Schlüsselspiel: Die Auftaktpartie gegen Dänemark ist, wie bereits erwähnt, das Schlüsselspiel. Wenn Deutschland gewinnt, ist der Platz hinter Tschechien wohl an unsere Jungs vergeben. Verliert Soutters Truppe allerdings, geht es in den Schach-Boxen-Modus. Auf der einen Seite müssen die übrigen Konkurrenten – Tschechien mal ausgeklammert – hoch besiegt werden, auf der anderen Seite bleibt mit Blick auf die anderen Qualifikationsgruppen nichts anderes als der Rechenschieber, um zu wissen, welche Tordifferenz am Ende ausreichend ist.

 

Offene Rechnungen: Eine solche hat Dänemark in der Tasche. Denn die deutliche 3:14-Niederlage gegen Deutschland bei der WM-Quali 2012 in Münster bedeutete für die Skandinavier das historische WM-Aus. In den vergangenen Monaten haben sich die Skandinavier mit zahlreichen Trainingslagern in Südschweden auf die Revanche vorbereitet. Deutschland traf sich kurzfristig bereits am Sonntag in Dortmund, wo im nahe gelegenen Kamen trainiert wurde, bevor der Tross weiter nach Nijmegen zog.

 

Ein Wiedersehen: Schon am Donnerstagvormittag kommt es zum großen Hallo mit den früheren Bundestrainern Renato Wyss und Lutz Gahlert, die inzwischen für Österreich an der Bande stehen. Schade: Durch Andreas Gahlerts Absage hätte dies sogar noch ein familieninterner Wettkampf werden können.

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