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WM-Modus – Alles geht, nichts muss 2

Alle Vorrundenspiele verlieren und dennoch ins Viertelfinale einziehen? Ja, der neue WM-Modus macht es möglich. Da das neue Prozedere etwas ungewöhnlich und erklärungswürdig ist, haben wir hier die Sachlage mal Stück für Stück erklärt:

Die Vorrunde

An der WM nehmen insgesamt 16 Teams, verteilt auf vier Vorrundengruppen mit – richtig – jeweils vier Mannschaften teil. Die Neuerung: Auf Grundlage des Weltverbands-Rankings (letzten beiden WM`s) wurde eine unsichtbare Trennlinie zwischen den besseren acht und schlechteren acht Teams eingezogen. Gruppe A und B (die besseren) spielen also genauso im Gruppensystem wie die schlechteren Acht in Gruppe C und D. Jeweils die beiden bestplatzierten Teams der Gruppe A und B qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Die Dritten und Vierten der Gruppen A und B treffen in einem Qualifikationsspiel um das Viertelfinale auf die Ersten oder Zweiten der Gruppen C und D – quasi die schlechteren Besseren gegen die besten Schlechten. Wie gesagt, ein bisschen kompliziert und selbstgezimmert, sorgt aber dafür, dass viele Spiele auf relativer Augenhöhe stattfinden und Vorrundenlustkiller wie Schweden gegen Singapur, Australien oder Japan mit bis zu 40 Toren Unterschied der Geschichte angehören.

Gruppe A 
Gruppe B
Gruppe C
Gruppe D
Schweden 
Schweiz 
Slowakei 
Russland 
Finnland 
Tschechien 
Japan 
Kanada 
Lettland 
Norwegen 
USA 
Dänemark 
Deutschland 
Estland 
Südkorea
Australien 

 

Zwischenrunde

Zwischenrunde, Play off oder Pre-Quarterfinal – wie das Ding auch heißt, das Spiel wird für Deutschland immens wichtig. Denn als ausgemachter Kandidat auf Platz drei oder vier in der Vorrundengruppe A trifft Deutschland auf Dänemark, Kanada, Russland oder Australien – in diesem Spiel entscheidet sich, ob Soutters Mannen nach 2012 erneut ins Viertelfinale einziehen.

Viertelfinale und mehr oder weniger

Sollte das Viertelfinale erreicht werden, tanzt Deutschland auf der ganz großen Bühne weiter. Ein mögliches deutsches Viertelfinale steht für Freitag, den 12.12., im Spielplan (entweder 16 oder 19 Uhr). Austragungsort Scandinavium. Und mal gesponnen, Deutschland gewinnt das Viertelfinale schließen sich an den Folgetagen das Halbfinal und das wie auch immer farbliche Medaillenspiel an. Träumerei? Klar, darf aber mal erlaubt sein.

Sollte Deutschland jedoch das Viertelfinale verlieren, wofür es bei den internationalen Buchmachern keine Reichtümer zu verdienen gebe, dann geht es in eine Platzierungsrunde um die Plätze fünf bis acht. Langweilig? Vonwegen: Denn hier geht es mal ganz greifbar um eine mögliche DOSB-Förderung in den kommenden Jahren. Je näher das Team an die Medaillenränge heranrückt, desto besser. Am Samstag, den 13.12., gebe es das „Halbfinale“ der erweiterten Weltspitze, morgens um 10 Uhr oder mittags um 13 Uhr in der Lisebergshallen. Das Spiel um Platz sieben (14.12., 9 Uhr, Lisebergshallen) oder um Platz fünf (14.12., 9 Uhr, Scandinavium) wäre dann der letzte Akt für unsere Herren.

Raus mit Applaus

Noch mal ein ganzes Stück zurück: Sollte Deutschland den Kampf um das Viertelfinale verlieren, würde es am Donnerstag, den 11.12., um 10 oder 13.30 Uhr in der Lisebergshallen gegen eine Truppe anderer unglücklicher Seelen gehen, die ebenfalls am Sprung unter die Top Acht gescheitert sind. Würde da gewonnen, ginge es am Freitag, den 12.12 ., um 13 Uhr noch einmal zurück ins Scandinavium, wo Platz neun auf dem Spiel stünde. Oder aber, sollte tagszuvor erneut verloren worden sein, um Platz elf (Fr., 12.12., 14 Uhr, Lisebergshallen).

Na, alles klar? Selbst wenn nicht, in der rechten Spalte der WM-Sonderseite informieren wir euch immer so aktuell wie es geht über die jüngsten und nächsten Spiele.

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