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Finnland, die deutschen Damen kommen: Nach dem 3:1 (0:0, 3:0, 0:1)-Erfolg am Freitagnachmittag gegen die Niederlande steht bereits fest, dass sich die Damen für die WM-Endrunde im Dezember in Finnland qualifiziert haben. Die direkten Konkurrenten Estland und Niederlande wurden also geschlagen, so dass Simon Brechbühlers Auswahl einer der ersten drei Plätze in der fünf Teams starken Qualifikationsgruppe nicht mehr zu nehmen ist.

Zufriedenheit pur: Mitnichten, die deutschen Damen freuten sich zwar ausgelassen über die gelungene Qualifikation, heben aber alles andere als ab. Laura Neumann aus Weißenfels nach der Partie gegen die Niederlande: „Gut, dass wir gewonnen haben, aber so richtig mit Ruhm haben wir uns noch nicht bekleckert. Wir erspielen uns zwar durchaus viele Chancen, aber insgesamt finde ich uns nicht frech genug. Wir können uns also noch steigern.“

Fühlte sich im ersten Drittel unverstanden: Simon Brechbühler (Foto: Elke Scholz)

Fühlte sich im ersten Drittel unverstanden: Simon Brechbühler (Foto: Elke Scholz)

Weltmeisterliche Schwedinnen: Mit dem Team, welches im Dezember 2013 in Tschechien den WM-Pokal in die Lüfte strecken konnte, hat die in Polen angereiste Mannschaft in gelb und blau zugegeben wenig zu tun. Die Skandinavier probieren in Posen viele junge und neue Gesichter aus. Nachdem Schweden in den ersten beiden Partien gegen Polen und auch gegen die Niederlande jeweils 0:1 in Rückstand geriert, sind sie mittlerweile ins Rollen geraten. Estland wurde am Freitag mit 17:1 verputzt. Für die junge deutsche Mannschaft wird dieser Gegner am Samstag um 13 Uhr in jedem Fall eine echte Herausforderung.

Wird schwieriger: Die Entwicklung, die die deutsche Damen-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren genommen hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Greifbar wird, wie nun auch der eigene Anspruch steigt. Gegen die Niederlande versuchte es Brechbühler nicht mit Anweisungen aus dem Taktik-Grundkurs, sondern wollte unsere Nachbarinnen mit einer 2:2:1-Formation und klaren Pass- und Laufwegen bespielen. Dies funktionierte im ersten Drittel kurz gesagt: nicht. Da platzte ihm in der ersten Pause noch in der Halle fast der Kragen: Mit gesunder Gesichtsröte schwor er die etwas bedröppelt daherkommenden Damen nochmals auf die neue Marschroute hin. Brechbühler: „Wir wollen uns als Top Acht-Nation etablieren. Und dazu müssen wir taktisch einfach flexibler werden.

Geht besser: Mitte der Woche hingen allen voran Kapitänin Franziska Kuhlmann und Salome Plewa ganz schön in den Seilen. Während sich die frühere Heidenauerin Kuhlmann, die mittlerweile im schweizerischen Zug spielt, am Mittwoch gegen Estland mehr durchschleppte als das sie durchspielte, blieb die Schreisheimerin am Mittwoch sogar im Hotel. Gegen die Niederlande deuteten beide an, dass der Virus besiegt ist: Kuhlmann führte das Team wieder an und fühlt sich „schon fast wie neu“ und Küken Plewa machte im Schlussdrittel gegen die Niederlande die ersten Meter auf dem Feld.

Jungs, ein Thema: Ja, auch bei den Damen sind die U19 Herren ein Thema. Dies mag jetzt nicht unbedingt niedrigen Durchschnittsalter der weiblichen deutschen A-Auswahl liegen, sondern vielmehr an den tollen Ergebnissen, für die die deutschen Junioren parallel beim Polish Cup (knappe 3:4 Niederlage gegen die Schweiz, 7:4-Sieg gegen Norwegen) sorgen.

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