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“Die besonderen Interessen der Bundesligisten müssen wieder im Fokus stehen” 0

Am Sonntag, den 8. Februar, fand via Teamspeak die zweite Sitzung des Bundesligarats statt. Unter anderem wurde der Vorstand des neuen Gremiums von Floorball Deutschland, welches die Interessen der Bundesliga-Vereine vertreten soll, gewählt. Thomas Löwe, der Vorsitzende des Bundesligarats, im Interview auf floorball.de:

Thomas Löwe, du bist im Rahmen der zweiten Bundesligakonferenz zum Vorsitzenden des Bundesligarats gewählt worden. Beschreib doch bitte erst einmal, welchen Arbeitsauftrag die neue Instanz unter dem Dach von Floorball Deutschland hat? Was können wir uns unter dem Bundesligarat vorstellen?

Der Bundesligarat ist die Interessenvertretung aller Bundesligen und deren Teams und wurde als Organ des Floorball Verbandes Deutschland ausgestaltet. Die Aufgaben des Bundesligarates sind in § 19 der Vereinssatzung abschließend geregelt. Insbesondere fördert der Bundesligarat die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen allen Bundesligisten und die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Bundesligisten und allen Gremien des Bundesverbandes.

Was sind deine persönlichen Ziele in deiner Funktion als Vorsitzender des Bundesligarats?

Die besonderen Interessen der Bundesligisten müssen wieder im Fokus des Bundesverbandes stehen. Die Vereine wurden in der Vergangenheit völlig unzureichend beteiligt, die Entwicklung des Spielbetriebes muss unter Berücksichtigung der Ziele und Interessen der Bundesligamannschaften erfolgen. Eine Korrektur der einseitigen Belastung durch eine drastische Erhöhung der Lizenzgebühren für die Spieler der Bundesligamannschaften ist dringend erforderlich. Es ist der Entwicklung  der Sportart nicht dienlich, wenn überwiegend die Bundesligisten zur Deckung des Haushalts des Bundesverbandes herangezogen werden. Hier sind alle Mitglieder des Bundesverbandes und die Landesverbände in der Pflicht der solidarischen Finanzierung.

Mit Chris Ecklebe (Red Devils Wernigerode) und Lars Drießnack (USV TU Dresden) sind zwei weitere Vertreter von Bundesliga-Teams in das Gremium gewählt worden. Der Bundesligarat ist damit auf den ersten Blick ost- und -zweitligalastig. Wünscht du dir zukünftig mehr Teilhabe aus allen Regionen und wie wollt ihr motivieren, dass sich mehr Vereine für die Interessenvertretung engagieren?

Alle Bundesligisten sind zur Mitarbeit im Bundesligarat herzlich eingeladen. Gerne können sich interessierte Kolleginnen und Kollegen auf der nächsten Sitzung der Bundesligakonferenz zur Wahl in den Bundesligarat stellen. Es ist unser gemeinsames Ziel,  dass alle Ligen zeitnah im Bundesligarat vertreten sind.

Was können Bundesliga-Spieler vom Bundesligarat erwarten?

Eine starke Interessenvertretung der Bundesligisten über die Bundesligakonferenz und den Bundesligarat wird zur planvollen Entwicklung des Bundesligaspielbetriebes beitragen. Die Interessen der Bundesliga-Spieler werden durch den Bundesligarat in die Gremien des Bundesverbandes eingebracht. Hierzu sind alle Spielerinnen und Spieler eingeladen, ihre Fragen und Anregungen uns direkt mitzuteilen.

Wo siehst du die Bundesliga in fünf Jahren und was kann der Bundesligarat auf diesem Weg beisteuern?

Die Konzepte zur Entwicklung der Bundesligen wollen wir gemeinsam entwickeln. Hierzu muss der Bundesverband eine umfassende Diskussion beginnen, hieran werden wir uns als Bundesligarat beteiligen. Alle bestehenden Regelungen sind einer umfassenden Prüfung zu unterziehen, die Regelungen müssen auf das erforderliche Maß beschränkt werden. Überzogene Anforderungen an die Bundesligisten müssen zurückgenommen werden. Wir müssen berücksichtigen, dass die Aufgaben bei den Bundesligisten überwiegend im Ehrenamt wahrgenommen werden.

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