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„Wer es mehr will, wird am Ende gewinnen!“ 0

Diese Woche beginnen die Qualifikationsturniere zur Weltmeisterschaft im Dezember 2016 in Riga. Parallel werden vier Qualifikationsturniere in Europa gespielt sowie jeweils eins in Amerika und in Asien. Die deutsche Auswahl ist zur Qualifikation nach Polen gereist und trifft dort auf die Teams aus der Schweiz, Spanien, England und den Gastgeber aus Polen. Aus Europa qualifizieren sich jeweils die beiden besten Teams jeder Gruppe für die WM sowie die beiden besten dritten Mannschaften. Für den Vergleich der beiden besten Tabellendritten wird zunächst die durchschnittliche Punktzahl berücksichtig, bevor das durchschnittliche Torverhältnis und die durchschnittliche Anzahl der geschossenen Tore eine Rolle spielen. Da zwei Qualifikationen mit weniger Mannschaften gespielt werden, wird für den Vergleich bei den Qualifikationen mit sechs Teams das Spiel gegen den Turnierletzten nicht gewertet. Am Mittwoch startet die Auswahl von Soutter zunächst gegen die Schweiz, die als Topfavorit in das Turnier starten. Zuletzt gelang es dem Team mit einer knappen Niederlage zumindest einen Achtungserfolg zu erlangen. Schlüsselspiel sollte aber das Spiel am Freitag gegen die Gastgeber aus Polen sein, die es zu schlagen gilt, um aus eigener Kraft und als Gruppenzweiter die Qualifikation selbst zu entscheiden. Das dabei zwei Siege aus den Spielen gegen Spanien und England Pflicht sind, erklärt sich von selbst.

Bis zum Start am Mittwoch trainiert das Team bereits in Lochow und bevor es ernst wird, stand Neu-Captain Benjamin Borth für ein paar Fragen und Eindrücke zur Verfügung.

Floorball Deutschland: Hallo Benji, was sind deine ersten Eindrücke hier in Polen?

Benjamin Borth: „Ich würde sagen, dass ich bis jetzt positiv überrascht bin. Alleine das Hotel ist meiner Meinung nach mit Abstand das Beste, was wir je hatten. Wir haben schöne Zimmer und auch das Essen ist lecker und abwechslungsreich. Auch die Halle hier im Ort ist neu und von daher sind die Eindrücke bisher sehr gut.“

Floorball Deutschland: Als neuer Captain, wie hast du in deine Rolle rein gefunden und als was für ein Captain würdest du dich beschreiben?

Benjamin Borth: Bisher habe ich ja nur das Vierländerturnier als Captain bestritten, was an sich keine große Veränderung für mich war, bis auf die Binde am Arm. Ansonsten wird sich auch nicht viel verändern, mir ist es nur wichtig, dass ich meine Erfahrungen einbringen kann. Außerdem werde ich versuchen die Motivation im Team hoch zu halten.“

Floorball Deutschland: Nun fehlen einige „alten Hasen“ in diesem Team, was macht trotzdem die Mannschaft aus?

Benjamin Borth: Das es eben doch noch ein paar „alte Hasen“ gibt und vor allem dann die jungen Spieler, die das ganze ausmachen, denn wir sind doch immer noch ein sehr junges Team und alle gewillt und hungrig. Das merkt man auch an der Intensität, sei es im Training oder auch in den Spielen. Ich glaube, es wichtig ist, dass man die Mischung zwischen „alten Hasen“ und jungen Spielern beibehält und den Jüngeren trotzdem die Möglichkeit gibt zu zeigen, was sie können. Wir, die Älteren, können dagegen unsere Erfahrungen mit einbringen.“

Floorball Deutschland: Gegen die Schweiz haben wir vor kurzem einen kleinen Erfolg gesehen, nun wird es wohl schwieriger werden. Was nehmt ihr trotzdem aus dieser knappen Niederlage mit?

Benjamin Borth: „Ein voller Erfolg war das Spiel gegen die Schweiz ja noch nicht, aber man hat gesehen, dass es möglich ist die Schweiz zu schlagen, wenn alles stimmt und genau mit dieser Einstellung müssen wir auch ins Spiel gehen. Wir sind sicherlich immer noch die Außenseiter, aber wir können es auch schaffen, wenn wir uns an die taktischen Vorgaben vom Trainer halten und uns voll ins Spiel rein knien. Dann ist es sicherlich möglich und genau diese Möglichkeit müssen wir im Hinterkopf haben. Wir gehen nicht in das Spiel und sagen, wir wollen schauen, dass wir möglichst wenig Tore bekommen, sondern mit der Einstellung, dass wir möglichst viele Tore schießen wollen.“

Floorball Deutschland: Das Spiel gegen Polen wird zum Schlüsselspiel, wie hast du das letzte Spiel gegen die polnische Auswahl empfunden?

„Das letzte Mal haben wir beim Vierländerturnier gegen die Auswahl aus Polen gespielt. Ich glaube es war das letzte Spiel, auf jeden Fall war es, meiner Meinung nach, unser schlechtestes Spiel im ganzen Turnier, obwohl wir es am Ende noch gewinnen konnten. Jetzt haben die Polen natürlich den Heimvorteil auf ihrer Seite und sie wissen genauso wie wir, dass sie uns schlagen können und wir sie. Ich glaube, die Mannschaft, die den Sieg mehr will, wird am Ende auch den Sieg holen.“

Der Ausrichter überträgt die Spiele der Mannschaft auf dieser Seite und die Statistik zur Qualifikation gibt es zusätzlich auf der Seite der IFF oder für Unterwegs als App. Auf der Facebookseite der Herren gibt es täglich Informationen rund um das Team und wer den Livestream nicht gucken kann, kann das Spiel als Ticker auf Twitter unter dem Hashtag #fdherren verfolgen. Die besten Aufnahmen gibt es auf Instagram und alle Schnappschüsse des Tages auf Snapchat unter floorballherren.

 Foto: R. Struder

 

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