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Floorball Mainz fiebert mit 2

970 Zuschauer notierte der Floorball-Weltverband IFF im Spielprotokoll zum WM-Platzierungsspiel Deutschland gegen Estland. Tatsächlich hatten sich am frühen Sonntagmorgen um 9 Uhr Ortszeit etwa zwei gleich große Fanlager beider Nationen in der Arena Riga eingefunden.

Mit dabei auch eine Gruppe von Floorball Mainz. Mit 13 Leuten ist der noch junge Verein aus Rheinland-Pfalz am WM-Freitag angereist. Unter ihnen sogar eine ehemaliger Nationalspieler: Steffen Pluta. Der 36-Jährige stammt aus Weißenfels, gehörte 1998 und 2000 zum deutschen WM-Aufgebot, erzielte in neun WM-Spielen vier Tore. Damals steckte Floorball in Deutschland noch in den Kinderschuhen.

Mittlerweile lebt Pluta in einem Vorort von Mainz. 2013 wurde hier das Mainzer Floorballteam ins Leben gerufen. Trainer Cornelius Burghof ist die treibende Kraft. Der Lehrer war ein Jahr lang im finnischen Tampere – Austragungsort der Frauen-WM 2015. Dort lernte der Fußballer Floorball kennen. Burghof ist sogar ein echter Floorball-Champion. „Lehrer-Weltmeister im Mixedteam“, erzählt er lachend.

Die Mainzer spielen in der Regionalliga West, sind auf mittlerweile fast 80 Mitglieder gewachsen, haben eine erste Jugendmannschaft und bieten neuerdings Floorball an der Uni als Hochschulsport an. „Da hat uns die Resonanz echt etwas überrumpelt“, erzählen die Mainzer. Bis zu 30 Studenten kommen zu den Trainingseinheiten.

Medial traten die Mainzer in Riga auch in Erscheinung. Nach dem Match gegen Norwergen (5:6) durfte Yannick Schneider als Fan vor der Floordball-Deutschland-Kamera seine Experten-Einschätzung weitergeben.

Neben den Mainzern war zahlreiche weitere Vereine in Riga bei der WM. So etwa die Lumberjacks Rohrdorf aus Bayern. Der in der Regionalliga Süd beheimatete Club war mit 17 Leuten nach Lettland gereist. „Ein Teil von uns ist regelmäßig bei den Weltmeisterschaften“, so Team-Kapitän Kilian Tiefenthaler, der bis vor kurzem beim Bundesligisten Red Hocks Kaufering spielte und dementsprechend Max Falkenberger die Daumen drückte.

Auf der Zuschauertribüne zählten unter anderem noch Spieler vom SSF Bonn zum deutschen Fanblock.

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