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Auch ohne stabiles W-LAN – Damen erleben eindrückliche WM-Quali-Woche 1

Super souverän hat sich die deutsche Floorball-Nationalmannschaft der Damen für die WM-Endrunde in Dezember in der Slowakei qualifiziert. Die Damen von Bundestrainer Simon Brechbühler mussten sich nur der Schweiz geschlagen geben und konnten alle weiteren Duelle gegen die Konkurrenz aus Estland, Niederlande und Österreich zum Teil deutlich gewinnen. Aber schauen wir auf die Details rund um das WM-Qualifikationsturnier in Italien:

Simon Brechbühler, was hat dich in Celano am meisten überrascht?

Die grösste Überraschung war sicherlich (wie fast immer), wie alles vor Ort klappen wird. Gerade bei so „jungen“ Floorballnationen ist immer die Frage, wie sie ein solches Turnier stemmen können und die Abläufe funktionieren. Und da treten während der gesamten Woche immer wieder Überraschungen auf. Sportlich die grösste Überraschung war sicherlich Estland, welche einen wirklich guten Job gemacht haben.

Wie sind aus deiner Sicht die jungen Spielerinnen aufgetreten?

Für mich stellt sich hier die Frage, wer waren die jungen Spielerinnen? Die unerfahrensten Spielerinnen waren diesmal nicht die jüngsten. Mit Eva und Jessica spielten zwei Rookies ihr erstes Turnier, während die zwei Jungstars Johanne und Lena Best bereits ihre zweite Quali bestritten. Wir machten keine Unterscheidung zwischen jung und alt. Jede Spielerin hat ihren Job auf dem Feld, den hat sie gut bewältigt. Um deine Frage zu beantworten. Die Jugendlichen Spielerinnen sind sehr souverän aufgetreten.

Was war die Aufgabe der Älteren und wie haben sie diese bewältigt?

An einige ältere Spielerinnen haben wir sicherlich die Erwartung, dass sie das Team in den entscheidenden Situationen führen können. Schönes Beispiel ist Katja Timmel, welche im Powerplay gegen die Estinnen mit zwei Skorerpunkten den Unterschied beisteuerte. Nebst ihr standen aber auch drei U20-Spielerinnen auf dem Feld. Aktuell verfügen wir über eine gute Mischung. Dazu können die „Erfahrenen“ den Lead übernehmen und der Mannschaft die notwendigen Impulse geben.

Wie sieht nun die weitere WM-Vorbereitung aus?

In der WM-Vorbereitung wird es wichtig sein, dass wir als ganze Mannschaft trainieren können. Dazu brauchen wir auch viele Spiele. Im Moment laufen Gespräche mit möglichen Testspielgegnern. Wir haben letztes Jahr viel gesichtet, entsprechend fangen wir diesmal nicht ganz bei null an. Jedoch wollen wir auch in diesem Jahr wieder neuen Spielerinnen die Möglichkeit geben, sich zu zeigen. Durch eine hohe Konstanz im Staff, können wir auch eine breitere Betreuung abdecken, als auch schon.

Celano war Erdbebengebiet. Was habt ihr davon mitbekommen und wie war generell Orga und Atmosphäre?

Celano ist lediglich am Rande des Erdbebengebietes. In der Vorbereitung waren schon einige Unsicherheiten da, wie gefährlich es für uns werden könnte. Wir waren diesbezüglich in regelmässigem Austausch mit lokalen Behörden und der IFF. Vor Ort spürte man wenig von den Erdbeben. Allerdings kamen schon ab und zu die Gedanken auf, wenn man durch die Gassen schlenderte, ob diese alten Steinhütten jetzt einer solchen Belastung standhalten würde.

Celano bietet eine einzigartige Atmosphäre. Einige Top-Nationen ärgerten sich gehörig über den fehlenden Standard. So „überlebten“ wir eine Woche ohne funktionierendes WiFi im Apartment oder teils engen Hotelzimmern. Wenn man sich jedoch auf dieses italienische Flair einliess und auf die Leute zuging, war es eine eindrückliche, einmalige und unvergessliche Woche. Wahnsinn mit wie viel Herzblut auch da wieder die ehrenamtlichen Helfer zu packten und uns unterstützten.

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