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Spiel um Platz neun: Dänemark ist ein Törchen besser 0

Das Spiel um Platz neun der Weltmeisterschaften in der Slowakei war aus deutscher Sicht etwas besonderes: Schon vor Beginn stand fest, dass mit Katja Timmel und Franziska Kuhlmann zwei langjährige und sehr erfolgreiche Nationalspielerinnen ihre internationale Karriere beenden werden. Mannschaft, Trainer und Betreuer wollten ihren Führungsspielerinnen in der Partie am Donnerstagmittag einen würdigen Abschied bereiten. Allerdings stand mit Dänemark eine sehr starke Mannschaft im Weg.

Das Team Germany startete gut in den Showdown um Platz neun. Fulminat sogar, wenn wir Theresa Beppler-Alts Fernschusstreffer in den Blick nehmen. Großartig wie die U19-B-Weltmeisterin von 2016 abzog und die Däninnen kalt erwischte. Danach war Deutschland die bessere von zwei guten Mannschaften, allerdings verfiel Simon Brechbühlers Team immer wieder in die bei dieser WM vordergründigen Fehlermuster: Offensiv gingen sie zu nachlässig mit den erspielten Chancen um, defensiv war das Spiel immer wieder fehlerhaft. So in der sechsten Minute, als die Damen zu wiederholten Male bei dieser WM ein Gegentor nach einem Einschlag des Gegners fingen. Und auch beim 2:1-Führungstreffer Dänemarks war einfach zu viel Luft im Slot.

Kleerbaums Maßarbeit

Im zweiten Drittel neutralisierten sich dann die beiden Mannschaften weitestgehend. Wobei das Team Dänemark nun mehr Spielanteile hatte. Die richtige Antwort lieferte Randi Kleerbaum. Die Bonnerin hämmerte den Ball in Minute 32 in den Winkel. 2:2! Im weiteren Verlauf überstand Deutschland dann auch eine Unterzahl – Alena Holst musste wegen eines Checks runter. Es roch da schon in Bratislava nach Verlängerung…

Im Schlussdrittel war eine Chance durch Franziska Kuhlmann das erste Highlight. Außer ein paar Dänen hätten ihr wohl alle 217 Zuschauer ein solches Tor in ihrem letzten Länderspiel gegönnt. Getroffen haben stattdessen aber unsere nördlichen Nachbarn – leider gleich doppelt. Insofern rannte Deutschland nun ab Minute 49 einem 2:4-Rückstand hinterher. Es war Anne-Marie Mietz zu verdanken, dass es in den Schlussminuten noch einmal richtig eng wurde. Ihr abgezockter 3:4-Anschlusstreffer nach 51 Minuten öffnete die Tür zu einer Verlängerung zumindest einen Spalt breit. Allerdings wollten die Abschlüsse auch weiterhin nicht gelingen. Selbst als die insgesamt schwachen Schweizer Schiedsrichter dem deutschen Team noch eine Überzahlphase gönnten, wollte der Ausgleichstreffer nicht fallen. Ina Jensens, Katja Timmels und Pauline Baumgartens Versuche blieben unbelohnt. In den Schlussminuten hielt dann Torhüterin Indra Reck die Mannschaft am Leben, jedoch halfen auch ihre mutigen Paraden und schnellen Spieleröffnungen nicht mehr weiter.

Katja Timmel und Franziska Kuhlmann (Bild: Florian Büchting)

Franzi und Katja im Mittelpunkt?

Deutschland muss als WM-Zehnter nun hoffen, dass Norwegen das Turnier am Samstagvormittag als Achter abschließt. Nur dann würde das deutsche Team unter den Top-Acht-Nationen der IFF-Vierjahreswertung bleiben. Dies hat Auswirkungen auf die Zusammensetzung der WM-Qualifikationsgruppe für das Jahr 2019 und natürlich den Start in einer der beiden Top-Gruppen bei den Weltmeisterschaften, sollte die Endrunde erreicht werden. Diese sportlichen Fußnoten zählen dann am Abend nicht mehr: Denn trotz fünf Niederlagen im sechs WM-Spielen blieb die Teamatmosphäre hervorragend und nach getaner Arbeit wollen die Damen ihren letzten gemeinsamen WM-Abend angemessen feiern. Da stehen dann nicht zuletzt Franzi und Katja wieder im Mittelpunkt!

Danke an dieser Stelle an alle Spielerinnen, den Trainerstab, die Betreuer, Freunde und Freundinnen sowie Wegbegleiter! Und nicht zuletzt auch die Eltern, die die Teilnahme der Spielerinnen an einem solchen Turnier oft überhaupt erst möglich machen!

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