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Auf dem Weg zur WM-Qualifikation

Lesedauer: 4 Minuten
Titelbild: David Strippel

Nanu? Eigentlich wäre in dieser Woche die WM-Qualifikation der Damen gewesen. Für unser Team Germany in Valmiera, Lettland. Aufgrund der anhaltenden internationalen Beschränkungen wurde die Qualifikation auf Mai bis Juni verschoben.

Fithalten mit dem Ziel in der Ferne

Seit September ist einige Zeit vergangen. Relativ ruhig war es seitdem um die Damen. Naja, nicht ganz:
Im Oktober bewies der Staff trotz vieler kurzfristiger Umstände noch ein Trainingslager durchführen zu können. Trainingsstandort wurde aber nicht wie gewünscht oder langfristig angedacht Berlin-Alt-Hohenschönhausen, sondern Halberstadt.
Ende Oktober platzte dann die Bombe und die bundesweiten Beschränkungen wurden verkündet. Halle zu, Trainingslager tot.
Trotzdem machte das Team nicht schlapp und traf sich am 14.-15. November zu einem Online-Trainingslager. Bereits zuvor hatte man gezeigt, dass es möglich und als Alternative in diesen Zeiten wohl der beste Ersatz ist. Bis Mitte Dezember setzte man zudem die wöchentlichen Online-Krafttrainings fort, als weitere Einheit zu dem Programm der lokalen Vereine, die ebenfalls ihren Kader fithalten.

Gruppe wechselt, Fokus bleibt gleich

Im Januar war es verhältnismäßig ruhig. Man nutzte die Zeit zur mentalen Regeneration, um zu einem späteren Zeitpunkt den Spannungsbogen wieder aufbauen zu können. Ab Februar wird der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Zuerst mit individuellen Plänen und virtuellem Training, ab März sollen im Idealfall Trainingslager veranstaltet werden.

In Richtung Qualifikation blickt das Team seit ein paar Tagen mit doppelter Freude: Die IFF hat über einen Gruppenwechsel informiert. Wir tauschen mit Norwegen den Platz und treten nun am 25.-29.05. in Lignano zur Qualifikation an – Italien ruft!
Das Team nimmt diesen Wechsel als doppelte Motivation, um in den kommenden Wochen darauf hinzuarbeiten und vor Ort alles zu geben. Hat man sich doch im Team für die kommenden Kampagnen auch feste Ziele gesteckt.

In den nächsten Jahren wollen wir unseren Platz in den Top-8 etablieren.

Simon Brechbühler, Cheftrainer des Damen-Nationalteams

Auch in den sozialen Medien wurden in der Vergangenheit Zielsetzungen erfragt. Unter anderem wollte man wissen, welche Schritte man zu gehen plane, um an bessere Nationen anzuknüpfen und welche Aufgaben es zu bewältigen gilt. “Unser Fokus wird in der individualtaktischen, -technischen und -physischen Entwicklung liegen”, meint Brechbühler. “Dazu hätten wir mehr Trainings und Wettkämpfe auf hohem Niveau gebraucht. Nun hat sich die Ausgangslage komplett verändert und wir müssen schauen, dass wir nach dem Corona-Unterbruch so rasch als möglich wieder den Tritt finden.”

Simon Brechbühler beim letzten WM-Spiel gegen Lettland. (Foto: Michael Peter/IFF)

Das sieht auch Randi Kleerbaum, Kapitänin des Nationalteams, so. In einem kürzlich veröffentlichten Interview auf SportFrauen schildert sie ihren Werdegang und zukünftige Ziele. „Für mich ist es ein Muss, bei der WM dabei zu sein. Die ersten drei jeder Gruppe fahren auf jeden Fall zur WM.” In unserer Gruppe EUR2 bedeutet das einen Kampf um den WM-Einzug zwischen Frankreich, Ungarn, Italien, Polen, der Schweiz und uns.

An einem guten Tag kann Team Germany fast jedes Team schlagen, welches im Ranking hinter den Top-4-Nationen liegt.

Randi Kleerbaum, Kapitänin des Damen-Nationalteams

Qualifikation mit neuen Spielregeln: Ein Test

Wer nun denkt, dass trotz aller Besonderheiten in diesen Zeiten wenigstens die Qualifikation im Spielablauf normal bleibt, hat sich geirrt. Sie gilt als eine der Events, bei denen Spielsysteme für die Zukunft getestet werden. Konkret heißt das, es werden 3 x 15 Minuten gespielt und die Kadergröße wird auf 17 Spielerinnen pro Team begrenzt.

Das Team jubelt: WM-Siebter! (Foto: Michael Peter/IFF)

“Aber jetzt geht es erst einmal darum, überhaupt wieder zu spielen. Im ersten Lockdown haben wir es noch gut erwischt, das passte mit dem Ende unserer Saison zusammen. Jetzt bin ich aber seit November nicht mehr in der Halle gewesen”, blickt Kleerbaum zurück.

Berlin als Stützpunkt

Viel Kommunikation und einige Termine hat Andreas Hübsch, Teammanager der Damen, bisher wahrgenommen, um mit dem wachsenden deutschen Floorball auch sichere Strukturen für die Entwicklung zu gewährleisten. Vor wenigen Tagen wurde der finale Antrag für einen Landesstützpunkt beim Landessportbund Berlin sowie der Senatsverwaltung für Sport eingereicht.
Moment mal… Landesstützpunkt?
Richtig! Regelungen schreiben vor, dass ein Bundesstützpunkt nicht einfach so aus dem Boden gestampft werden kann. Ein Zwischenschritt mit dem Landesstützpunkt ist nötig und der ist gerade in vollem Gange.
Unterstützt wird er dabei von FloorballBB und den Eisbären Juniors, Abteilung Floorball. Großartig!

Wir starten also nun den Countdown zu unserem ersten WM-Qualifikationsspiel der Kampagne 2020/21:
Zählst du mit uns gemeinsam herunter?
Hier geht’s zur Übersichtsseite der WM-Qualifikation.

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