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Für gemeinsame Ziele ins kalte Wasser springen

Remo Hubacher wurde letzten Sonntag zur Delegiertenversammlung des Bundesverbandes zum Präsidenten gewählt. Seit 1992 jagt er dem Lochball nach – egal ob auf dem Feld oder von der Bande aus. Erfolgreiche Stationen als Trainer liegen hinter ihm. Darunter die Jugend des UHC Thun, die Herren des TV Lilienthal und die Herren-Nationalmannschaft.

Wann kam das Interesse auf, für einen Vorstandsposten im Bundesverband zu kandidieren – und dann direkt zur Präsidentenwahl?

Lose Gedanken hatte ich nach dem Lesen des Artikels “Werde Teil von Floorball Deutschland” am 10. August auf der Homepage. Danach folgten erste Gespräche. Gedanken über eine Kandidatur hatte ich dann aber verworfen, weil die Zeit für Annäherungsgespräche und die Vorbereitungszeit bis zur Wahl recht kurz war. Nach der Kontaktaufnahme von Daniel letzten Freitagabend wurde es aber wieder konkreter. Auch mit meiner Frau Carola habe ich mich intensiv beraten, da wir schon ein wenig gebrandmarkt sind durch den sehr hohen Zeitaufwand im Amt als Bundesliga- und Herren-Bundestrainer. Das war alles ein Drahtseilakt und funktionierte nur mit ausgezeichneter Unterstützung durch die Familie. Da meine Familie auch Floorball begeistert ist und wir lange über die Zukunft des Verbandes gesprochen haben, habe ich meine Unterstützung zugesagt und daraus erfolgte dann die Kandidatur.

Was waren deine Beweggründe? 

Meine große Frage war “Was wird mit dem Verband passieren, wenn nur noch ein Vorstandsmitglied zur Wahl antritt?”. Ich habe von keinen weiteren Kandidaten gehört. Nach den Gesprächen mit Leonie und Daniel gab ich mir einen Ruck, ins kalte Wasser zu springen.

Welche Vorstellungen hast du darüber, was du im Vorstand erreichen möchtest?

Es sind so viele engagierte Leute mit viel Begeisterung in den Kommissionen, Landesverbänden, Vereinen, etc am Werke. Diese möchte ich als Vorstand gerne unterstützen. Im Endeffekt haben wir alle die gemeinsamen Ziele: Wir wollen unsere Sportart weiterbringen, mehr Spieler und mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, bessere Trainerausbildung, professionellere Strukturen, etc.

Wo siehst du weiteres Engagement-Potential aus der eigenen deutschen Floorballgemeinschaft?

Eigentlich ist fast allen Bereichen, aber ich möchte nicht nur die bisherige Floorballgemeinschaft betrachten. Wir wollen die gute bisherige Vorstandsarbeit fortführen und versuchen weiteres Wachstum zu erlangen. Aber auch die öffentliche Wahrnehmung von Floorball möchten wir in Deutschland gerne verstärken. Die Liste von Personen von denen wir uns weiteres Engagement erhoffen, ist daher unglaublich lang. Man kann bei den Kindern anfangen, die gerade erst begonnen haben Floorball zu spielen und dann ihre Freunde mit zum Training schleppen. Weiter geht es über deren Eltern, die eventuell in einer Spaß-Truppe anfangen, den Schläger zu schwingen. Vielleicht überlegen Sie sich sogar eine Abteilung in einem Turnverein und/oder später sogar einen eigenen Verein zu gründen. Weiter fallen mir alle Leistungssportler ein, die ihr Wissen beispielsweise in Jugendtrainings weitervermitteln und als positive Floorball-Botschafter die Sportart weiterbringen. Dazu haben wir schon sehr viele ehrenamtlicher Mitarbeiter in unseren Kommissionen. Das finde ich wirklich toll! Aber auch hier benötigen wir Nachwuchs, um weiteres Wachstum zu erlangen. Ein entscheidender Faktor sind aber auf jeden Fall Floorball-Enthusiasten, die nicht müde werden, Floorball in noch weitere Schulen zu bringen und damit helfen, dass unser Ligabetrieb immer feingliedriger wird und weitere Mannschaften daran teilnehmen.

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