Im letzten Vorrundenspiel spielte Deutschland 1:9 gegen Finnland. Mit einer guten Teamleistung konnten gegen die Top-Nation immer wieder Chancen erkämpft werden. Das Ziel, einstellig abzuschneiden, konnte erfüllt werden. Deutschland platziert sich abschließend in der Gruppenphase auf Platz 3 und trifft somit gegen den Drittplatzierten der A Gruppe, die Niederlande oder Russland. Beide Teams haben bis jetzt null Punkte erreicht. Die Mannschaft aus dem deutschen Nachbarland kennt Deutschland bestens aus Turnieren wie dem Hasseröder Vier-Nationen-Cup. Hier besiegte Deutschland die Holländerinnen im November 2011 mit 6:1. Russland reiste aus finanziellen Gründen nur mit einer Rumpfmannschaft an. Beide Gegner sind für die deutsche Mannschaft defintiv schlagbar.
Das Spiel gegen Finnland eröffnete der "finnische" Block der deutschen Damen mit Madeleine Voigt und Antje Schmidt. Beide spielen in der finnischen Liga. Zunächst begann Finnland mit einem verhaltenen Aufbau. Erst in der 4. Minute stiegen die Damen von Karo Kuussaari ins Spiel ein mit einem unglücklichen Ball durch die Beine von Torhüterin Nancy Gatzsch nach einem Freischlag. Tore durch eine Freischlag-Situation sollte im weiteren Spielverlauf des ersten Drittels noch zu einem Problem für die deutsche Verteidigung werden."Da hat uns einfach die Konzentration gefehlt, wir hätten gleich so spielen müssen wie in den beiden letzten Dritteln", bedenkt der junge WM-Debütiant Larissa Engel die Problematik. Für sie war das Spiel gegen Finnland zum Schluss der Vorrunde etwas Besonderes. "Ich kannte Finnland zwar schon vom Polish Cup, aber hier bei der WM war das nochmal was ganz anderes."
Im zweiten Drittel ließ der Druck seitens Finnland nach. Im Ergebnis des Mitteldrittels stand es so auch nur 1:0. Dies war vor allem auch der eingewechselten Torhüterin Svenja Zell zu verdanken, die den Strafschuss von Ella Alanko vereitelte. Anschließend überstanden die deutschen Damen die Unterzahl ohne Kapitän Sandra Dirksen, die wegen Stockschlags zwei Minuten auf die Strafbank absitzen musste. Den beiden Stürmerinnen Madeleine Voigt und Pauline Baumgarten gelang beinahe ein Clou durch zwei Unterzahl-Torchancen. Und das sogar, obwohl Finnland sein schwerstes Geschütz im Powerplay auffuhr. Die 39-jährige Katriina Saarinen und erklärte Frau für die schweren Minuten auf dem Feld. Auch im weiteren Verlauf zeigten sich die deutschen Frauen sehr aktiv und offensive mutig. In der Defensive arbeiteten die Verteidigerinnen ruhig und abgeklärt. Sie verhinderten auch des öfteren, dass Finnland das angestrebte Ziel eines einstelligen Ergebnisses. Auch Goalie Zell meinte nach dem Spiel: "Meine Verteidiger haben eine super Arbeit geleistet."
Im letzten Drittel konnte Deutschland dank der finnlanderfahrenen Andrea Gerdes und Antje Schmidt zum 1:7 jubeln als in der 53. Minute das Tor nach einem frechen Konter lief. Mit einer wie angestrebt geschlossenen Teamleistung und einer soliden Verteidigungsarbeit, erreichte Deutschland das gesteckte Ziel, einstellig zu bleiben! Morgen hat die Mannschaft einen spielfreien Tag. Dann wird sie sich auf die Platzierungsrunde vorbereiten, in der es um die Plätze 9 bis 12 zu kämpfen gilt. Die Niederlande oder Russland sind hierfür jedoch tendenziell einfache Gegner. Das Spiel beginnt am 08.12.2011, 19:30 Uhr in der Halle Kreuzbleiche.
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