Der Halbfinal-Tag in St. Gallen

10.12.11 | Nationalteams, Damen | von Lena Suhren, Marie Schneider
Foto: WFC 2011
Foto: E.Scholz

Final-Wochenende in St. Gallen. Am Samstag finden zum einen die beiden Halbfinalspiele, sowie die Platzierungsspiele für das Spiel um Platz fünf statt.

 

Norwegen gegen Lettland

Das erste Spiel des Tages startete bereits um 10 Uhr. Norwegen und Lettland trafen aufeinander. Die Norwegerinnen siegten knapp mit 4:3 und schafften so den Einzug in das Spiel um Platz fünf. Den ausführlichen Spielbericht gibt es auf der offiziellen WFC Seite.

 

Polen gegen Dänemark

Im zweiten Spiel um den Einzug ins Match um Platz fünf lieferten sich Polen und Dänemark einen harten Kampf. Der wurde auch körperlich ausgetragen - zum Leidwesen der Däninnen. Gleich zwei Verletzte gab es zu beklagen. Polen zeigte sich aktiver und torlustiger und siegte am Ende mit 4:1. Den ausführlichen Bericht zur dieser Partie gibt es ebenso auf der offiziellen WFC Seite.

 

Polen trifft nun im nächsten Spiel auf die Norwegerinnen. Der Sieger dieser Partie qualifiziert sich direkt für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. Das Platzierungspiel um den siebten Platz wird nicht mehr ausgespielt. Damit endet für Dänemark und Lettland die WM. 

 

Schweden gegen die Schweiz

Bereits im Halbfinale sollte für die Schweizer zum "Finalspiel" werden. Sie trafen auf die amtierenden Weltmeisterinnen aus Schweden. Die Halle war gut gefüllt, die Stimmung gut und 2520 Zuschauer hatten sich auf den Weg in das Atlethik Zentrum gemacht. Auch die deutschen Damen ließen es sich nehmen, das Spiel zu besuchen.

Die Schwedinnen legten im ersten Drittel sofort gewaltig los und bereits nach sieben Minuten stand es 3:0, zur Pause sogar 6:1. Im zweiten Drittel schienen die Schweizerinnen aufgewacht zu sein und verloren dieses Drittel nur 1:2. Besonders die schwedische Sturmkombination aus Sara Kristoffersson, Josefina Eiremo und Emelie Lindström zeigte sich torhungrig. Bereits nach dem zweiten Drittel konnte das Trio vier Treffer ihr eigen nennen.

Im letzten Drittel stellten die Schweizerinnen auf zwei Blöcke um, die ersten Minuten zog das Tempo auf beiden Seiten an. Doch den Schwedinnen schafften es das Ergebniss zweistellig werden zu lassen. Drei weitere Tore im letzten Drittel sorgten für den Endstand von 11:2. Damit bleibt den Schweizern nur die Hoffnung auf eine Medaille im Spiel um Platz 3.

 

Finnland - Tschechien

Das Tempo im zweiten Halbfinalspiel des Tages ist gleich zu beginn hoch. Doch sind es die Finninnen, die durch zwei Treffer von Elina Kujula in der 2. und 5. Minute in Führung gehen. Tschechien versucht mit schnellen Kontern die Finnen zu überraschen und hinten das Spiel der Finninnen zu stören.

Im zweiten Drittel kämpfen die Tschechiennen fleißig weiter und stören die Finnen sehr früh. Die Finninnen scheinen dagegen keinen Weg durch die tschechische Abwehr zu finden. Erst in der 31. Minute ist es Karoliina Kujala, die Zwillingsschwester von Elina, die zum 3:0 trifft. 1 Minute vor der Pause ist es dann Katri Luomaniemi, die zum 4:0 erhöht.

Vor dem letzten Drittel feuern sich die Tschechinnen im Kabinengang noch einmal kräftig an und als Finnland eine zwei Minutenstrafe erhält, wittern die Tschechinnen die Chance auf einen Treffer, doch es ist wieder Elina Kujala, die zum 5:0 in der Unterzahl trifft. Danach bleibt Finnland trotz weiterer Unterzahl im Ballbesitz und übersteht so ungeschadet die Zeitstrafe. Danach wirken die tschechischen Damen unkonzentriert und das 6:0 durch einen Konter der finnischen Mannschaft makiert das Endergebniss. Tschechien hat sich teuer verkauft, aber war vor dem gegnerischen Tor einfach nicht gefährlich genug.

 

Im Finale treffen nun Finnland und Schweden aufeinander. Für Finnland wird es schwer werden, die Sturmreihe um Sara Kristoffersson zu kontrollieren. Da hilft ihnen nur, dass sie mit  Joanna Mäkelä die bessere Torhüterin haben.  Außerdem hat Schweden im Halbfinale viele zwei Minutenstrafen kassiert, was Finnland auch im Finale viele Überzahlmöglichkeiten bescheren könnte.

 

Begegnungen am Sonntag:

9 Uhr, Spiel um Platz fünf: Norwegen - Polen

12 Uhr, Spiel um Platz drei: Schweiz - Tschechien

15 Uhr, Finale: Schweden - Finnland

 

 

 

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