Das vierte Drittel: Die Floorball Nachlese

05.04.12 | MaXxPrint Bundesliga | von Lena Suhren
Florian Büchting www.unihockey-pics.de

Der April ist da und es ist Zeit für die Finalspiele der ersten MaXxPrint Bundesliga. Bei der Herren sind es der Titelverteidiger die Red Devils aus Wernigerode und der UHC Sparkasse Weißenfels die sich gegenüberstehen und eine „Best-of-five“ Runde spielen. Bei den Damen sind es die Dauerrivalinnen vom UHC Sparkasse Weißenfels und dem MFBC Wikinger Grimma.


Die Halbfinalserie gegen den MFBC ging über die vollen fünf Spiele, was laut Red Devils Trainer Peter Gahlert nicht einfach war: "Das vierte und fünfte Halbfinalspiel gegen Leipzig waren zwar hart, aber auch eine gute Vorbereitung für das Finale. Zahlreiche Spieler waren nach der Halbfinalserie angeschlagen, sind aber an diesem Wochenende wieder einsatzfähig. Wir wollen versuchen, die Weißenfelser in eigener Halle ein wenig zu ärgern: Optimal wäre, wenn wir eine Partie für uns entscheiden könnten." Quelle: Red Devils


Das erste Spiel startete mit einer schnellen 3:0 Führung optimal  für die Red Devils. Doch wie auch schon in den Halbfinalpartien gegen den ETV Hamburg ließen sich die Weißenfelser von diesem Rückstand nicht groß beeindrucken und räumten das Feld von hinten auf. Mit sechs Treffern im letzten Drittel entschieden sie das Spiel mit 8:4 für sich. Doch der Wunsch von Peter Gahlert sollte sich in der Sonntagsbegegnung erfüllen. Vor dem Spiel sagte er gegenüber dem Unihockey-Portal: "Wir wollten ruhig und geduldig spielen, um für eine Weißenfelser Schlussoffensive gewappnet zu sein", so Devils-Coach Peter Gahlert. Und es wiederholte sich das Spielchen vom Vortag. Die Red Devils gingen mit 3:0 in Führung und der UHC holte im letzten Drittel wieder auf und erreichte in der 56. Minute durch Samuel Slättman den Ausgleich zum 3:3. Doch im Gegensatz zum Vortag gelang es den Devils das Spiel zu ihren Gunsten durch Treffer von Markus Skippari und Robert Müller mit 5:3 zu beenden. Somit steht es in der Finalserie der Herren ausgeglichen und nach Ostern geht es mit zwei Heimspielen im Harz weiter. Alle Tore der zweiten Partie hier im Überblick.


Auch bei den Damen war Anpfiff zur Finalserie. Dort stehen sich die Dauerrivalinnen vom UHC Sparkasse Weißenfels und dem MFBC Wikinger Grimma gegenüber. Letztes Jahr konnte der UHC die Liga für sich entscheiden, der MFBC aber den Pokalsieg holen. Vor Spielbeginn hat das Floorballmagazin die beiden Mannschaften vergleichen und der Vergleich ging mit 55 zu 45% zugunsten des UHCs aus. Als Titelverteidiger und Favorit mussten die „Cats“ sowie sich die Damen vom UHC selbst bezeichnen, auswärts in Grimma starten.


UHC Trainer Martin Blanke sagte vor dem Spiel gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung: "Uns darf es nicht kümmern, wer auf der Tribüne sitzt, mit welchen Spielern Grimma antritt und wie viele Fanplakate in der Halle hängen. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und danach können wir uns auch über die angereisten Fans aus Weißenfels freuen." Und UHC Stürmerin Franziska Liebing verriet: „Wir haben das letzte verpatzte Aufeinandertreffen gegen Grimma ausgewertet und unsere Fehler erkannt. Jede von uns will den Titel und gemeinsam holen wir ihn.” Quelle: Floorballmagazin


Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Laura Neumann und Pauline Baumgarten entschied Franziska Liebing das Spiel für Weißenfels. Mit ihren vier Vorlagen gelang es Neumann ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene zu setzten und für die Treffer auf der Seite der Weißenfelser zu sorgen.  Auch die Damen vom MFBC versuchten das Tor zu treffen, doch Nancy Gatzsch hielt bis auf einen Treffer durch Lisa-Marie Entelmann ihren Kasten sauber und konnte sogar einen Penalty gegen die zurückgekehrte Spielerin Silke Unger halten. Somit siegen die Cats mit 5:1 im ersten von drei Spielen.


Jennifer Thomas berichtete nach dem Spiel auf der MFBC Seite: "Aber in der Finalserie muss man von Spiel zu Spiel denken. Es kommt auf die Tagesform an und auf die Leistung der Torhüter. Thomas machte ihre Sache gut, doch Gatzsch hielt auch einige Hundertprozenter. Und es waren nicht die üblichen Torgaranten Pauline Baumgarten (UHC) oder Mietz (MFBC), die das Spiel entschieden, sondern die Weißenfelser Centerin Laura Neumann." Für die Fans der beiden Mannschaften bleibt zu hoffen, dass das der Fall ist und da die spannde Serie nach Ostern weiter geht und es vielleicht sogar zu einem dritten Spiel kommt.

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