Am Samstag, den 26. September 2009, wird im Rahmen einer außerordentlichen Delegiertenversammlung des Deutschen Unihockey Bundes (DUB) in Weißenfels über die Frage entschieden, ob unsere Sportart in Deutschland in Zukunft Floorball oder Unihockey heißen soll. Bei der ordentlichen Delegiertenversammlung in Münster wurde diese Frage von Vertretern mehrerer Landesverbände aufgeworfen, nachdem DUB-Präsident Prof. Dr. Oliver Stoll berichtete, dass sich der Deutsche Hockey Bund an der Begrifflichkeit Unihockey störe. Nach kurzer und angeregter Diskussion, in deren Rahmen viele Argumente ausgetauscht worden sind, wurde vom DUB-Vorstand entschieden, zur abschließenden Klärung eine außerordentliche Delegiertenversammlung einzuberufen.
Bis zur Entscheidung Ende September ist der Vorstand des Deutschen Unihockey Bundes (DUB) sehr bemüht, ein umfassendes Meinungsbild zusammenzutragen. Aus diesem Grund ruft der DUB im Namen des Präsidenten Prof. Dr. Oliver Stoll auf, an der Meinungsumfrage teilzunehmen. Hierzu genügt es, in einer Email, an info@unihockey.de mit der Angabe des Namens und des Wohnorts, die entsprechende Meinung zu äußern. Es wird versucht, die Einsendungen so schnell wie möglich dem Diskussionsstrang hinzuzufügen.
Pro Unihockey:
- die Tradition in Deutschland
- eingeführter Begriff, vor allen Dingen in den Schulen
- Aufwandsersparnis, da keine weiteren Änderungen in Satzungen, Ordnungen etc. notwendig wären
- einige Klubs wie z.B. der UHC Sparkasse Weißenfels haben sich zu eigenen Marken entwickelt, die bei einer Umbenennung in einer anders betitelten Sportart antreten würden, da die betreffenden Vereine sicher bei ihrem Namen bleiben würden
- die ohnehin schon vorhandenen Verwirrungen in der deutschsprachigen Literatur zum Thema nehmen noch weiter zu
- die ideelle Unterstützung von Swiss Unihockey, die im deutschen Sprachraum dann nur noch gemeinsam mit Liechtenstein die Bezeichnung Unihockey im Verbandsnamen tragen würden
Pro Floorball:
- Harmonisierung der Begriffsbehandlung mit dem Internationalen Dachverband IFF und den meisten Fachsportverbänden weltweit
- Begriffliche Abgrenzung zum Deutschen Hockey Bund, was in Bezug auf die DOSB Mitgliedschaft von entscheidender Bedeutung sein kann
- eindeutige Begriffsbestimmung, da Unihockey immer wieder als (Feld)Hockey in Universitäten missverstanden wird
- Chance der öffentlichen Thematisierung und Neuausrichtung unserer Sportart in Medien und Wirtschaft
- Chance der Gewinnung von neuen Sponsoren, die den „Relaunch“ als geeigneten Zeitpunkt zum Beginn einer Partnerschaft sehen
- mangelnde Akzeptanz des Namens Unihockey und dadurch auch unseres Sports bei Medien und Sponsoren (ein Beispiel von vielen war die Pro Sieben-Sendung „Schlag den Raab“ im April 2009, wo sich die Redaktion für die Bezeichnung Hockey statt Unihockey entschied, da der Name als irreführend hinsichtlich des Studentensports eingestuft wurde)
- selbst nach jahrelanger Medienarbeit taucht in den Zeitungen trotz aller Bemühungen immer noch die mehr als missverständliche Schreibweise Uni-Hockey auf
- der Begriff Floorball ist nach Aussage aller bisher befragten Marketing-Fachleute, so etwa den Geschäftsführern der Marketing-Agenturen 2sense und Contacts & Sports, Manfred Wandner und Matthias Härzschel, besser vermarktbar
- die bessere Vermarktbarkeit sei dadurch gegeben, da mit dem neuen Begriff „Floorball" der Sport mit seinen Vorzügen erklärt werden kann und die Debatte nicht auf den Unterschied zu Uni-Feldhockey o.ä. geleitet wird
- knackiger englischer Begriff, der auch Kindern leicht über die Lippen geht
- mit der Umbenennung von Unihockey zu Floorball sollte nicht nur auf die heutigen Mitglieder geschaut werden, sondern auch auf die nächsten 100.000 anzustrebenden Neu-Mitglieder
- alle Sportarten, welche in den letzten Jahrzehnten groß geworden sind (Basketball, Volleyball, etc.) hatten einen gemeinsamen internationalen Namen als klares Marken- und Erkennungszeichen
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