a) Körperhaltung
Das Vermitteln der richtigen Körperhaltung stellt einen wichtigen Aspekt dar, weil das Spielgerät vor allem Anfänger dazu verleitet den Rücken stark zu beugen. Diese ungewohnte Belastung kann dann zu Beschwerden führen.
b) Schlägerhaltung
Es gibt Schläger mit vorgegebener Krümmung und solche ohne. Die Krümmung hat den Vorteil einer besseren Ballführung, aber den Nachteil, dass ein Schläger nur noch entweder für Rechts- oder Linksausleger nutzbar ist.
Der Schläger wird vor oder neben dem Körper mit einer Neigung von ca. 45 – 55° Grad zum Körper gehalten. Die Kellenspitze zeigt vom Spieler weg. Eine Hand greift am oberen Stockende (Griffhand) zu, in Normalhaltung zeigt der Handrücken nach vorn. Stockdrehungen werden mit der Griffhand ausgeführt. Die untere Hand fasst den Schaft ca. 30 cm bzw. zwei Handbreiten Abstand zwischen den Händen unter der oberen und wird auch als Führungs- oder Führhand bezeichnet.
c) Ballannahme
Die Ballannahme erfolgt nach den gleichen Kriterien der Ballführung. Der ankommende Ball wird mit einer zum Ball hingeneigten Schlägerhaltung erwartet und angenommen. Die Ballannahme wird sauberer, wenn der Schläger in Laufrichtung des Balles mitgeführt wird.
d) Ballführung
Bei der Ballführung, sowie beim Dribbling ist darauf zu achten, dass die Schlägerkelle "beschützend" bzw. "dachbildend" an den Ball angelegt wird. Dies ermöglicht eine gute Ballkontrolle und erschwert es dem Gegenspieler in Ballbesitz zu kommen. Beim Wechsel zwischen Vor- und Rückhand wird der Schläger unter dem Körper schnell über den Ball geschoben. Wichtig ist weiterhin ein enger Kontakt zwischen Kelle und Ball sowie die Abdeckung des Balles durch den Körper.
e) Schusstechniken
Die korrekte Ausführung der Schusstechnik bzw. der allgemeinen Ballabgabe durch passen ist entscheidend für erfolgreiche Spielzüge und Torschüsse.
Im Folgenden werden verschiedene Techniken vorgestellt, wobei der Wrist-Schuss im Anfänger Bereich sehr schwierig zu erlernen ist.
• Schlenzschuss
Die Kelle "überdacht" den Ball, bleibt aber ständig mit dem Boden in Kontakt. Die Kelle wird mit dem Ball über den Boden gezogen und erst auf Höhe des vorderen Fußes verlässt der Ball die Kelle, wobei die Führhand im letzten Moment dem Ball einen schnellkräftigen Stoß gibt. Im Gegensatz zum Schlagschuss wird der Ball von der Kelle besonders lange begleitet.
Fortgeschrittene "überdachen" den Ball mit viel Druck vom Schläger wodurch die Ballabgabe zusätzliche Geschwindigkeit erfährt durch den sich entladenden Druck.
• Schlagschuss
Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten den Schlagschuss auszuführen:
Der gedrückte Schlagschuss
Die andere Variante ist den Schlagschüssen aus dem Eishockey ähnlich und erfordert mehr Zeit zum Erlernen dieser Technik. Der Treffpunkt des Balles liegt in Falllinie des Körperschwerpunktes (~Bauchnabel). Der Schläger wird hüfthoch ausgeholt. Beim Schlag wird die Kelle ca. 10 cm vor dem Ball an den Hallenboden gedrückt, was den Effekt hat, dass Kelle und Schaft einer Spannung ausgesetzt werden, die sich in ihrer Konterbewegung auf den Ball entlädt, diesen peitschenartig trifft und wegschleudert. Somit summieren sich die beiden einwirkenden Kräfte und lassen den Ball bis über 180 km/h schnell werden.
Der gezogene Schlagschuss
Am schnellsten kommt der Anfänger zum gewünschten Erfolg, indem der Ball mit dem hinteren Bereich der Kelle getroffen wird, welcher dem Schaft am nächsten ist. Die Kelle wird schwungvoll über den Boden gezogen und trifft den Ball schlagartig, wobei die Neigung der Kelle über die Höhe des Schlages entscheidet.
Handgelenks-Schuss
Der Impuls erfolgt aus dem Handgelenk. Der Vorteil dieser Schusstechnik ist, dass er ansatzlos und überraschend ausgeführt werden kann.
Während die Führhand supiniert muss die Griffhand zeitgleich pronieren.