Wie erwartet war das erste Match des dritten Tages spannend und zum Ende hin knapp. Zunächst führte Belgien 3:1 und verwaltete dieses Ergebnis souverän. Doch ab dem dritten Drittel zog Frankreich seine Strategie durch und spielte ermüdent zum Ende hin. "Wir wussten, dass die Belgier am Ende eines Spiels an Kondition verlieren. Das haben wir ausgenutzt und haben so lange dagegen gehalten, bis wir sie an diesem Punkt hatten", so Frankreichs Trainer Roberto Mezquita nach dem Spiel. Doch bis es so weit war, gab es für das Publikum in der Münster Sporthalle Berg Fidel einen Thriller. In den letzten Minuten brachte sich Belgien immer wieder in Vorlage, doch Frankreich schaffte es immer wieder aufzuschließen. Alexis Borén, der im schwedischen FC Helsingborg spielt, erzielte dann 58. Minute das entscheidende Tor. Somit katapultierte sich Le Trés Couleurs auf den 4. Platz.
Dänemark unterliegt auch Norwegen
Man merkte den Dänen in der Partie gegen Norwegen an, dass sie sich felsenfest vorgenommen hatten, nicht noch einmal so hoch zu verlieren, wie am gestrigen Abend gegen Deutschland. Einst auf gleichen Niveau, hinkt Dänemark nun hinterher. Mit viel Kampf- und Körpereinsatz im ersten Drittel begegneten sich beide Mannschaften. Bei jedem neuen Tor für Norwegen ließ der dänische Widerstand ein bisschen mehr nach! Dabei fehlte vor allem wieder in der Verteidigung die letzte Konsequenz. Um das Spiel gar nicht erst einreißen zu lassen, nahm der dänische Coach in der 13. Minute beim Stand von 4:0 ein Time-Out. Doch viele Fehler wurden offensichtlich - unsichere Ballkontrolle, unpräzise Passwege und wenig Nervenstärke. Dies führte im weiteren Spielverlauf zu vielen Strafen für die Dänen. In der Drittelpause sah man anhand der Körpersprache, dass das dänische Team im Grunde schon aufgegegen hatte. Nach einem Express-Tor nach Wiederanpfiff erhöhte Norwegen noch einmal die Abschluss-Frequenz und verwertete jeden Ansatz.
Deutschland gewinnt 9:1 gegen Spanien
Der verhaltene Start erinnerte an das Spiel gegen Frankreich. Drei Blöcke gingen ins Spiel, eine Maßnahme um die Kräfte für das fordernste Spiel gegen Norwegen zu sparen. So dauerte es auch 12 Minuten bis Deutschland sich durch Robert Müller in Vorlage bringen konnte. Zuvor überstand die Mannschaft Soutters eine Zwei-Minuten-Strafe von Andreas Gahlert wegen Handspiels. Diese überstanden sie unbeschadet, im Gegenteil, mit vier Mann auf dem Feld schien es den Deutschen zu viert mehr Spaß zu mache. Auch die zweite Strafe von Andreas Gahlert konnte ihnen nix anhaben. Im zweiten Drittel nutzten die Südeuropäer ihre zahlreichen Torschüsse in einer unkonzentrierten Phase, um durch Aitor Lopez einen Anschlusstreffer zu markieren. Danach agierte die deutsche Abwehr oft recht abwartend bzw. passiv. Dies brachte die flinken Iberern zu guten Möglichkeiten. Dennoch gab Deutschland zu keiner Zeit das Spiel aus der Hand. Im letzten Drittel wurde dann noch einmal demonstriert, wer das Spiel für sich entscheiden wird. Wichtige Spieler wie Fredrik Holtz wurde phasenweise geschont, dafür dem Nachwuchs Chancen eingeräumt. Spanien kämpfte bis zuletzt, vor allem der in Schweden spielende Anton Sjolund Jurado tankte seine Mannschaft geschickt nach vorn. Gegen Norwegen wird es im vierten Spiel für Mannschaft noch einmal herausfordernd. "Mal sehen, was wir morgen gegen einen solchen Gegner ausrichten können", möchte Bundestrainer Philippe Soutter gern die Grenzen seiner Mannschaft kennenlernen.