Schule

[tabs tab1=”Sportart” tab2=”Spielformen” tab3=”Regeln” tab4=”Tipps” tab5=”Übungen” tab6=”Schulcup” tab7=”Material”]
[tab]

Floorball verdankt seinen raketenhaften Aufstieg in den vergangenen zwei Jahrezehnten nahezu ausschließlich dem Schul- und Universitätssport. In Ländern wie Schweden, der Schweiz, Finnland und Tschechien hat Floorball alle anderen Sportarten im Schulsport überholt. Nun wird die Sportart auch in Deutschland in zahlreiche Schulprogramme und Sportprojekte für Kinder und Jugendliche aufgenommen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein ist das Spiel schon Teil des Curriculums.

Floorball ist für alle Altersklassen extrem einfach zu erlernen, garantiert für Kinder sowie Jugendliche eine Menge Spaß und regelmäßige Erfolgserlebnisse, fördert aber dennoch die körperliche Motorik, Fitness und den Teamgeist. Hinzu kommt, dass die Sportart für gemischte Mannschaften aus Mädchen und Jungs besonders gut geeignet ist und dadurch zu gegenseitigem Respekt verhelfen kann. Sportpraxis – Die Fachzeitschrift für Sportlehrer, Übungsleiter und Lehrer bewertete Floorball als “dynamisch, leicht zu erlernen, pädagogisch wertvoll und im Ergebnis ideal für den Schulsport geeignet.”

Link zu weiterführender Floorball-Literatur

[/tab]
[tab]

Grundsätzlich wird im Floorball in drei drei Spielformen unterschieden. Neben dem Großfeld, welches sich bundesweit als die dominierende Wettspielvariante etabliert hat, existiert das Kleinfeld und das Mixed. Für den Schulsport fällt die Großfeld-Variante praktisch als Option heraus. Ist Floorball erst einmal in der Schule angekommen, entscheiden sich die Lehrer in der Regel für die so genannte Mixed-Variante.

Mixed 

Beim Mixed wird auf Kleintore und damit ohne Torhüter gespielt. Auf dieser Grundlage beschränkt sich der Materialbedarf zu Beginn auf ein Stockset und Bälle, was für alle Schulen zu erschwinglichen Konditionen angeboten wird. Sofern als Tore nicht unbedingt Kastenteile oder Hocker – was auch funktioniert – herhalten sollen, kommt noch die Investition für Kleintore hinzu.

Simon Brechbühler, Ausbildungsleiter von Floorball Deutschland: „Je nach Hallengröße kann die Spieleranzahl dann variieren. Im Normalfall wird vier gegen vier und ohne Torwart gespielt.“ Schon diese stark vereinfachte Variante bringe ein mitreißendes Spiel hervor. Viele Lehrer zeigten sich überrascht, dass über Floorball sogar die bewegungsfaulsten Kinder in Bewegung kommen. „Das Geheimnis ist die schnell zu erlernende Stocktechnik. Sobald ein Kind passen und den Ball annehmen kann, ist es sofort im Spiel. Dazu tritt auch nicht der bei anderen Sportspielen verbreitete Effekt ein, dass das schlechteste Kind ins Tor muss. Denn die Schüler merken schnell, dass der beste Spieler von hinten das Spiel aufbauen sollte. Insofern befinden sich die sportlichen Außenseiter mitten auf dem Feld und damit im Zentrum des Geschehens“, erklärt Brechbühler.

Kleinfeld 

In den führenden Floorballnationen wie Schweden, Finnland, der Schweiz und Tschechien, wo das Spiel teils schon in den 1970er Jahren aufgekommen ist, hat die Mixed-Variante stark an Bedeutung eingebüßt. Aufgrund der viel besseren infrastrukturellen Ausstattung mit Floorballmaterial wie Großtore, Banden und der Torhüterausrüstung wird früher als in Deutschland die Kleinfeld-Variante gespielt. Statt auf dem Handballfeld großen Terrain, wie im Wettspielbetrieb der Erwachsenen, wird auf einem Feld mit verkürzter Länge und Breite aber auf große Tore gespielt. Brechbühler: „Diese Variante kommt dem echten Floorball natürlich viel näher. Zudem begeistert die Kinder das große Tor und nicht wenige die Coolness der Torhüterausrüstung mit Helm, Panzer und gepolsterter Hose. Für die meisten Schulen ist die Kleinfeld-Variante aber erst der zweite oder gar dritte Schritt.“

 

[/tab]
[tab]Was gefährlich wirkt, ist nicht gestattet. Nach dieser einfachen Prämisse wurde das Floorballregelwerk entwickelt. Im Ergebnis liegt darin ein gewichtiges Argument begründet, weshalb sich Floorball ideal als Schulsport eignet.

Für den Start in der Schule mit der Sportart Floorball reicht es sogar, sich auf drei grundlegende Regeln zu beschränken:

– Berühre nur den Ball und dies maximal bis zur Kniehöhe
– Halte die Schlägerschaufel bodennah, maximal bis zur Hüfthöhe
– Spiel den Ball auch mit deinem Körper von Fuß bis Brust, aber schiebe und stoße damit niemanden

Die ausführlichen Regelwerke zu den Spielformen Mixed, Kleinfeld und Großgeld stehen im Service-Bereich von floorball.de zum Download zur Verfügung.

[/tab]

[tab]

Körperhaltung

Das Vermitteln der richtigen Körperhaltung stellt einen wichtigen Aspekt dar, weil das Spielgerät vor allem Anfänger dazu verleitet den Rücken stark zu beugen. Hinweis: Die richtige Position ähnelt wiederum die eines Skirennfahrers während der Abfahrt. Es sind also eine breite, körperoffene Fußstellung, leicht gebeugte Knie und ein gerader Rücken gefragt.

Schlägerhaltung

Es gibt Schläger mit vorgegebener Krümmung und solche ohne. Die Krümmung hat den Vorteil einer besseren Ballführung, aber den Nachteil, dass ein Schläger nur noch entweder für Rechts- oder Linksausleger nutzbar ist.

Der Schläger wird vor oder neben dem Körper mit einer Neigung von ca. 45 – 55° Grad zum Körper gehalten. Die Kellenspitze zeigt vom Spieler weg. Eine Hand greift am oberen Stockende (Griffhand) zu, in Normalhaltung zeigt der Handrücken nach vorn. Stockdrehungen werden mit der Griffhand ausgeführt. Die untere Hand fasst den Schaft ca. 30 cm bzw. zwei Handbreiten Abstand zwischen den Händen unter der oberen und wird auch als Führungs- oder Führhand bezeichnet.

Ballannahme

Die Ballannahme erfolgt nach den gleichen Kriterien der Ballführung. Der ankommende Ball wird mit einer zum Ball hingeneigten Schlägerhaltung erwartet und angenommen. Die Ballannahme wird sauberer, wenn der Schläger in Laufrichtung des Balles mitgeführt wird.

Ballführung

Bei der Ballführung, sowie beim Dribbling ist darauf zu achten, dass die Schlägerkelle “beschützend” bzw. “dachbildend” an den Ball angelegt wird. Dies ermöglicht eine gute Ballkontrolle und erschwert es dem Gegenspieler in Ballbesitz zu kommen. Beim Wechsel zwischen Vor- und Rückhand wird der Schläger unter dem Körper schnell über den Ball geschoben. Wichtig ist weiterhin ein enger Kontakt zwischen Kelle und Ball sowie die Abdeckung des Balles durch den Körper.

Schusstechniken

Die korrekte Ausführung der Schusstechnik bzw. der allgemeinen Ballabgabe durch passen ist entscheidend für erfolgreiche Spielzüge und Torschüsse. Im Folgenden werden verschiedene Techniken vorgestellt, wobei der Hangelenksschuss im Anfänger Bereich sehr schwierig zu erlernen ist.

•    Schlenzschuss

Die Kelle “überdacht” den Ball, bleibt aber ständig mit dem Boden in Kontakt. Die Kelle wird mit dem Ball über den Boden gezogen und erst auf Höhe des vorderen Fußes verlässt der Ball die Kelle, wobei die Führhand im letzten Moment dem Ball einen schnellkräftigen Stoß gibt. Im Gegensatz zum Schlagschuss wird der Ball von der Kelle besonders lange begleitet. Fortgeschrittene “überdachen” den Ball mit viel Druck vom Schläger. Durch den sich entladenden Druck erfolgt die Ballabgabe mit zusätzlicher Geschwindigkeit.

•    Schlagschuss

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Schlagschuss auszuführen:

Der gezogene Schlagschuss

Am schnellsten kommt der Anfänger zum gewünschten Erfolg, indem der Ball mit dem hinteren Bereich der Kelle getroffen wird, welcher dem Schaft am nächsten ist. Die Kelle wird schwungvoll über den Boden gezogen und trifft den Ball schlagartig, wobei die Neigung der Kelle über die Höhe des Schlages entscheidet.

Der gedrückte Schlagschuss

Diese Variante ist den Schlagschüssen aus dem Eishockey ähnlich und erfordert Zeit zum Erlernen. Der Treffpunkt des Balles liegt in Falllinie des Körperschwerpunktes (~Bauchnabel). Der Schläger wird hüfthoch ausgeholt. Beim Schlag wird die Kelle ca. 10 cm vor dem Ball an den Hallenboden gedrückt, was den Effekt hat, dass Kelle und Schaft einer Spannung ausgesetzt werden, die sich in ihrer Konterbewegung auf den Ball entlädt, diesen peitschenartig trifft und wegschleudert. Somit summieren sich die beiden einwirkenden Kräfte und lassen den Ball bis über 180 km/h schnell werden.

•    Handgelenksschuss

Der Impuls erfolgt aus dem Handgelenk. Der Vorteil dieser Schusstechnik ist, dass er ansatzlos und überraschend ausgeführt werden kann.
Während die Führhand proniert (dreht nach innen), muss die Griffhand supinieren (dreht nach außen).

[/tab]

[tab]

Ballführung

•   „Wirbel-Sprinter“

Ausgangsstellung: Die Gruppe wird in gleichgroße Staffeln eingeteilt. Auf Höhe des ersten Hütchens blicken die Läufer auf jeweils drei weitere Hütchen.

Durchführung: Auf ein Kommando starten die ersten Läufer bei Hütchen A, umkurven dann B, dann A, dann C, dann A, dann D und übergeben den Ball bei A an die nächsten Läufer. Es gewinnt, wer als Erstes alle Gruppenmitglieder ins Ziel gebracht hat.

Variantion: Von A nach C, zurück nach B, vor zu D und zurück zu A.

Ziel: Ballführung

Material: Bälle, Hütchen

•   „Haifisch“

Ausgangsstellung:  Feld wird in drei Zonen unterteilt. In der Mittelzone befindet sich ein Spieler, der als Haifisch fungiert. Die übrige Gruppe wird auf die beiden Außenzonen verteilt.

Durchführung: Die Spieler müssen versuchen, von Außenzone zu Außnezone zu kommen, ohne dass der Haifisch in der Mittelzone ihren Ball berührt. Berührt der Haifisch den Ball eines Spielers wird dieser beim nächsten Durchgang zu einem weiteren Haifisch.

Ziel: Ballführung

Material: Bälle

 

Aufwärmspiele

•   „Indiana Jones“

Ausgangsgangsstellung: Es werden zwei identische Parcours für zwei Teams aufgestellt.

Durchführung:  1. Ball muss über Sumpf (Matte) gelupft werden, man darf nicht auf Matte stehen. 2. Ball muss auf Schaufel liegend über Brücke getragen werden (2 aneinander gereihte Turnmatten). 3. Der Ball muss in den heiligen Gral gelupft werden (nach oben offenes Kastenelement).

Ziel: Technik

Material: Turnmatten, Kastenelemente 

•   „Tontaubenschiessen”

Ausgangsstellung: Team A (Tontauben) läuft in großem Kreis um Team B (Sportschützen), die sich im Mittelkreis/-Zone befinden, herum.

Durchführung: Team B versucht Mitglieder des Teams A mit Schüssen zu treffen. Das Team, welches in 3 Minuten mehr Treffer gelandet hat gewinnt.

Hinweis: Macht v.a. Jungs riesig Spaß, nur bedingt geeignet für Fortgeschrittene …

Ziel: Koordination, Schusstechnik

Material: Bälle

 

Passen 

•   Billard

Ausgangsstellung: Alle Spieler haben 2 Bälle und befinden sich auf einer Hallenseite.

Durchführung: Mit dem ersten Ball versucht jeder Spieler den Zweiten zu treffen, danach mit dem Zweiten den Ersten. Wer ist zuerst auf der anderen Hallenseite? Wer kann die Halle ohne Fehlversuch durchqueren?

Hinweis: Ball flach halten, nicht zu große Distanz

Material: ganz viele Bälle

•   Schwedenkreisl

Der Schwedenkreisl ist die Passübung schlechthin und Standard des Aufwärmens nahezu jeder Floorballmannschaft.

Ausgangsstellung: Die Mannschaften teilen sich in zwei Gruppen und stellen sich jeweils in eine Ecke auf einer Seite der Halle auf. An der Mittellinie werden zwei Kegel auf Höhe der jeweiligen Gruppe aufgestellt.

Durchführung: Ein Spieler aus einer Ecke läuft ohne Ball bis zur Mittellinie, biegt um den Kegel Richtung Tor zurück und bekommt einen Pass aus der anderen Ecke vor das Tor gespielt, so dass möglichst direkt abgeschlossen werden kann. Nachdem der Pass verwertet wurde, kann der Passgeber selber starten.

Ziel: Pass- und Schussgenauigkeit

Material: 5 Kegel, Tor, Jeder Spieler hat einen Ball

 

Schussübungen

•   Minigolf

Ausgangssituation: Jede Gruppe baut eine Minigolf-Station mit Kastenelementen, Langbänken, Springseilen, Markierkegeln etc. auf.

Durchführung: Mit Floorballschlägern und Ball wird nach Minigolfregeln gespielt. Wer braucht am wenigsten Schläge?

Varianten:

Unterschiedlich weite Abspielorte ergeben unterschiedliche Punkte.

Verschiedene Schlagvarianten ergeben unterschiedliche Wertungspunkte.

Ziel: Schussgenauigkeit

Material: Was in der Halle zu finden ist.

•   Komplexübung

Ausgangsstellung: Zwei Gruppen befinden sich jeweils in einer Hallenecke diagonal von einander entfernt. Im Spielfeld werden Hindernisse mit Kegeln, Bänken, etc. aufgebaut.

Durchführung:  Beide Gruppen starten gleichzeitig. Jeweils ein Spieler dribbelt, lupft oder prallt den Ball um bzw. an die Hindernisse. Vor dem Tor wird dann der direkte Abschluss gesucht. Danach stellen sich die Spieler bei der anderen Gruppe an.

Ziel: Einüben der Grundtechniken

Material: Kegel, Kästen, Bälle

Spielformen

•   Auf der Flucht

Ausgangsstellung:  Alle Spieler bilden Zweierpaare. Sie stellen sich links und rechts von der Mittellinie auf. Ein Ball liegt zwischen ihnen.

Durchführung: Auf ein Kommando nehmen die aufgerufenen Spieler den Ball und führen ihn zu ihrer Grundlinie. Der andere versucht, seinen Gegenspieler zu berühren.

Variationen:

» Verschiedene Kommandos: akustisch, visuell, taktil (auf Berührung)

Die Spieler stehen mit dem Rücken zum Ball. Ohne Kommando bestimmt ein Spieler den Start, in dem er die Flucht mit dem Ball beginnt.

Material: Bälle

•   Streetball

Ausgangssituation:  Jeweils zwei Teams mit 2 Spielern spielen auf einer Spielfeldhälfte auf ein Tor.

Durchführung: Für 40 Sekunden wird immer 2:2 auf einer Spielhälfte und auf ein Tor gespielt, danach Wechsel. Nach einem Ballgewinn muss mindestens ein Pass gespielt werden, bevor ein Tor erzielt werden kann.

Variation:

»Mit einem zusätzlichen Joker spielen, der sich frei bewegen aber keine Tore erzielen darf.

Material: Bälle, Tore

[/tab]

[tab]

Floorball Deutschland verfolgt das Ziel, Floorball als Wettbewerbssport in der Schule bundesweit zu etablieren. Aktuell ist der Sport in einigen Bundesländern bereits Teil des Curriculums und wird unter dem Dach des Wettbewerbs “Jugend trainiert für Olympia” angeboten. In den übrigen Bundesländern organisieren die jeweiligen Landesverbände einen Schulcup beziehungsweise bauen entsprechende Strukturen auf. Beim Bundesfinale des Schulcups kommen die besten Schulteams der Wettkampfklassen II, III und IV zusammen, um die Sieger des Bundeswettbewerbs auszuspielen.

 

Schulcup-Bundesfinale 2014

tba

 

xxx, x/xx – xxx, x/xx 2014

tba[/tab]

 

[tab]

Zahlreiche Schulsportausstatter wie zum Beispiel Sport-Thieme bieten für Schulen und andere Bildungseinrichtungen günstige Komplettlösungen an. Dabei können zu besonders günstigen Konditionen Schul-Sets erworben werden, die aus mehreren Schlägern (jeweils in zwei Farben gestaltet, um gleich in Mannschaften einzuteilen), Bällen und auch zwei großen oder kleinen Toren für das Spiel ohne festen Torhüter, bestehen. Investitionen für Banden sind im Schulsport nicht nötig, da diese erst im Wettspielbetrieb gebraucht werden. Die Spieler benötigen lediglich die übliche Sportbekleidung, ein Paar solider Hallenschuhe und einen Floorball-Schläger.

[/tab]
[/tabs]

Share

Schreibe einen Kommentar

Theme developed by TouchSize - Premium WordPress Themes and Websites

Privacy Policy Settings