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Nach der zweiten WM-Niederlage beginnt das Turnier 0

Die deutsche Damen Floorball-Nationalmannschaft hat auch das zweite Vorrundenspiel verloren. Nach der 2:23-Auftaktniederlage gegen Schweden am Freitag war die Schweiz beim 0:14 (0:4, 0:6, 0:14) kein gleichwertiger Gegner. Im finalen Gruppenspiel am Montag wird es nun ernst: Um 11.30 Uhr geht es beim Duell mit Polen um den dritten oder vierten Gruppenrang, was erhebliche Auswirkungen auf den weiteren Turnierverlauf haben kann.

Die Geschichte des ungleichen Vorrunden-Duells gegen die Schweiz ist schnell erzählt: Die Eidgenossinnen waren über die gesamte Spielzeit klar technisch, taktisch und körperlich überlegen. Die deutschen Damen ließen sich tief in die eigene Hälfte drücken und kamen nur sehr selten zu nennenswerten eigenen Angriffen. Im Tor hatte Indra Reck, die Keeperin vom UHC Weißenfels, Schwerstarbeit zu verrichten. Zwar musste sie in den ersten beiden Dritteln letztlich zehn Mal hinter sich greifen, bevor sie durch Christa Brünn ersetzt wurde. Dennoch konnte sie sich immer wieder mit tollen Paraden auszeichnen.

Mutiger aber glücklos

Im Mitteldrittel hatte Deutschland den Ehrentreffer gleich zweimal auf der Kelle. Allerdings scheiterte die agile Anne-Marie Mietz an der Schweizer Torhüterin Lara Heini. Und auch im Schlussdrittel war es die Grimmaerin, die die besten Chancen hatte. Erst scheiterte sie in einer 1:1-Situation an der Schweizer Keeperin, später konnte sie einen Schuss nicht gut genug platzieren. Schade. Aber Deutschland agierte im Schlussdrittel etwas mutiger und konnte damit das Spiel zumindest etwas mehr in die gegnerische Hälfte verlagern. 30 Sekunden vor Schluss stand beim letzten Versuch von Mietz Reihe dann sogar noch der Pfosten im Weg.

Wir haben nach dem Spiel Vanessa Weikum und Bundestrainer Simon Brechbühler befragt. Vanessas O-Tob findet ihr hier, der Link zu Simons Interview folgt unter dem Text:

Vanessa, du warst an ein paar unserer besten Chancen beteiligt Im ersten Drittel hattest du einen schönen Schuss den die Torhüterin gerade noch so entschärft hat, im zweiten Drittel hast du Anne-Marie Mietz einen Pass zu einer großen Chance aufgelegt. Was überwiegt in solchen Situationen, die Freude gegen ein so starkes Team es zu schaffen Chancen zu kreieren oder der Ärger?

Ja genau. Es ist geil, überhaupt so weit zu kommen. Aber es ärgert einen natürlich, wenn man diese Chancen nicht macht. Besonders bei der Chance im ersten Drittel, das war ja eigentlich offensichtlich.  Anstatt, dass ich meinen Kopf hochnehme. Aber egal, er war trotzdem auf das Tor, wir haben unser Bestes gegeben. Es war ein gutes Gefühl soweit zu kommen, aber es ist schon schade, dass wir die Chancen nicht verwerten konnten.

Lassen sich die Slowakinnen umschiffen? 

Am frühen Montagmittag, genauer 11.30 Uhr, wird es bei der WM in Bratislava für Deutschland nun ernst: Im letzten Gruppenspiel gegen Polen muss ein Sieg her, um im Playoff-Spiel am Dienstag nicht auf die starken Slowakinnen zu treffen. Diese haben in einer der beiden schwächeren WM-Vorrundengruppen 12:2 gegen Singapur, 10:3 gegen Estland und 21:1 gegen Australien gewonnen. Als Gruppendritter träfe Deutschland auf die Estinnen, was ein Wiedersehen mit der Berlinerin Inge Kuld bedeuten würde. Auch nicht ganz trivial, aber einfacher als gegen die Gastgeberinnen in deren großen Wohnzimmer um den Einzug ins Viertelfinale zu kämpfen.

 

„Wir sind defensiv weniger stabil“

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