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1. FBL: Unglaublicher 16. Spieltag – Weißenfels steht als Hauptrunden-Meister fest 6

Von Michael Sender

Es ist nicht zu glauben, was da am Wochenende passiert ist in der 1. Floorball-Bundesliga. Vier der fünf Begegnungen wurden mit nur einem Tor Differenz entschieden. Drei Partien gingen in die Verlängerung. Und die Krönung: Das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Weißenfels und Verfolger Leipzig endete unentschieden. Ausgeglichenheit gepaart mit Fairness – so macht eine Liga richtig Spaß! Der 16. Spieltag im Überblick.

SSF Dragons Bonn – ETV Piranhhas Hamburg 7:6 (2:3 / 2:1 / 3:2)

Durchatmen bei den Drachen: Nach zuletzt vier Niederlagen gab es endlich wieder einen Dreier. Den mussten sich die Bonner hart erkämpfen. Nach 35 Minuten führte Hamburg mit 4:2. Doch Florian Weißkirchen, Bonns Vorzeige-Floorist, fand an diesem Abend zur alten Stärke zurück. Der Nationalspieler war an fünf der sieben Bonner Treffer beteiligt. In der Scorerliste liegt Weißkirchen mit 55 Punkten (28 Tore, 27 Vorlagen) auf dem zweiten Platz.

Red Devils Wernigerode – VfL Red Hocks Kaufering 5:4 n. V. (1:1 / 1:2 / 2:1 / 1:0)

Nach zwei Abschnitten führte Kaufering. Dann gelang Vojta Krupicka (47./3:3) der Ausgleich. 91 Sekunden vor Schluss drehte Aku Taira (59.) das Spiel gar auf 4:3 für die Hausherren. Wer dachte, das wäre der endgültige Nackenschlag für die taumelnden Red Hocks, der irrte. Nur 13 Sekunden später antwortete Maximilian Falkenberger mit dem 4:4-Ausgleich. In der Verlängerung hatte Wernigerodes Philip Andersson (62./5:4) das glücklichere Händchen.

UHC Sparkasse Weißenfels – MFBC Leipzig 6:6 n. V. (2:1 / 1:2 / 3:3 / 0:0)

Vor 425 Zuschauern gaben sich die beiden Top-Teams der Liga keine Blöße. Es wurde gekämpft und gerackert um jeden Zentimeter Boden. Es war ein ständiges Auf und Ab, ein offener Schlagabtausch. Bezeichnend die Schlussphase: Tiilola (14./4:5) brachte Leipzig in Front. Innerhalb von 14 Sekunden drehten Siede und Laurila in der 57.Minute auf 6:5 für Weißenfels. Leipzigs Dauerbrenner Granlund (59./6:6) bewahrte die Nerven und glich noch aus. Die beiden Spitzenanwärter auf den Meistertitel konnten unter sich keinen Sieger ausmachen, die Verlängerung blieb torlos. Das kann noch heiter werden in der Endrunde. Die Hauptrunde schließt Weißenfels jedenfalls bei noch zwei ausstehenden Spielen als Tabellenerster ab.

DJK Holzbüttgen – Berlin Rockets 5:4 n. V. (2:1 / 1:2 / 1:1 / 1:0)

Nils Hofferbert wird das Spiel seiner Adler gegen die Raketen aus Berlin nicht so schnell vergessen. Im Schlussdrittel brachte er seine Mannen in der 49. Minute mit 4:3 auf die Siegerstraße. Das wusste Hannes Thun (52./4:4) noch zu beantworten. Dann in der Verlängerung gelang Hofferbert, der sonst nicht als großer Scorer bekannt ist, das Game-Winning-Goal zum 5:4. Er sicherte Holzbüttgen damit den wichtigen Zusatzzähler. Für die Rockets war es die dritte Niederlage mit nur einem Tor Unterschied in Folge.

TV Schriesheim – Floor Fighters Chemnitz 5:4 (4:1 / 1:1 / 0:2)

2020 ist bisher ein grandioses Jahr für Schriesheim. Nach Siegen gegen Bonn (10:9), Leipzig (8:7) und Berlin (6:5 n. V.) folgte nun der nächste Erfolg gegen ambitionierte Floor Fighters. Die Siegesserie wurde zwischenzeitlich nur von Kaufering (5:6 n. V.) unterbrochen. An den Ergebnissen ist deutlich zu erkennen: Schriesheim ist das Team der engen Spiele. Die Jungs von der Bergstraße können getrost als Team der Stunde bezeichnet werden.

In der Tabelle ist der TVS mit 26 Punkten auf Platz vier vorgerückt. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Weißenfels (42 Punkte) ist Hauptrunden-Meister, Leipzig (34) wird der zweite Platz nur noch schwer von Chemnitz (30) zu nehmen sein. Ab Platz sechs (Hamburg mit 19 Punkten) beginnt der Kellerkampf, wobei Berlin (11) die Saison vermutlich als Schlusslicht beenden wird. Holzbüttgen und Bonn haben noch ein Nacholspiel.

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